Erlebnispädagogik für Grund- und weiterführende Schulen (Klassenstufen 1–10)
Potentialentfaltung für Klassenverbände der Grundschule und Orientierungsstufe
Die mobile Zauberschmiede für Schulen
– der kunstpädagogische WERKtag
Der kunstpädagogische WERKtag ist ein ganzheitliches, spiel- und werkpädagogisches Angebot für Schulen, das kreatives Arbeiten mit sozialem Lernen verbindet. Im Mittelpunkt steht die „Zauberschmiede“ – eine mobile Werkstatt, in der Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen eigene Metall- und Fantasieobjekte gestalten und dabei zentrale persönliche und soziale Kompetenzen stärken.
Raum für Kreativität, Selbstvertrauen und Gemeinschaft
Gerade in Zeiten von Unsicherheit, Leistungsdruck und sozialen Spannungen brauchen Kinder und Jugendliche Erfahrungsräume, in denen sie Selbstwirksamkeit erleben können. Der WERKtag bietet eine bewusste Auszeit vom Schulalltag – mit dem Ziel, Vertrauen in die eigene Gestaltungsfähigkeit zu stärken und Gemeinschaft neu erfahrbar zu machen.
Besonders für konfliktbelastete Klassengemeinschaften (soziale Spannungen, Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Stress) wirkt das Angebot als wertvolle Intervention: Durch gemeinsames handwerkliches Tun entstehen neue Formen von Kooperation, Achtsamkeit und gegenseitiger Wertschätzung.
Was die Teilnehmenden erwartet
Der kunstpädagogische WERKtag beginnt am Morgen mit einem gemeinsamen, „magischen“ Eröffnungskreis. In ruhiger und zugleich erwartungsvoller Atmosphäre werden die Schülerinnen und Schüler begrüßt und auf den Tag eingestimmt. Im Mittelpunkt stehen dabei die pädagogischen Leitgedanken Kraft, Konzentration, Kreativität und Ausdauer – die sogenannten 3K/1A. Bereits hier wird deutlich: Dieser Tag ist mehr als ein Workshop. Er ist ein Erfahrungsraum, in dem jede und jeder Einzelne mit seinen Fähigkeiten wahrgenommen wird.
Im Anschluss folgt eine sorgfältige Einweisung in Sicherheitsregeln und den verantwortungsvollen Umgang mit Werkzeugen und Materialien. Die Teilnehmenden erhalten ihre Schutzausrüstung – symbolisch als „Zaubermäntel“, „Zauberhandschuhe“ und Schutzbrillen bezeichnet – und werden für die Besonderheiten der Arbeit mit Metall und Werkzeug sensibilisiert. Geeignete Kleidung und festes Schuhwerk sorgen zusätzlich für einen sicheren Rahmen.
Nach dieser Vorbereitung beginnt der aktive Teil des Tages. In einem spielerischen Ritual wählen die Schülerinnen und Schüler ein Materialelement – etwa einen „Eisenstrahl“ aus der Materialsonne – sowie ein persönliches „Kraftjuwel“. Wenn es die Gegebenheiten erlauben, wird das Schmiedefeuer entfacht und bildet den atmosphärischen Mittelpunkt des Geschehens. Spätestens jetzt wird aus der Einstimmung lebendige Handlung.
Je nach Rahmenbedingungen arbeiten die Teilnehmenden in verschiedenen Werkbereichen wie der Schmiedewerkstatt, der Gold- oder Juwelenwerkstatt, der Kreativ- oder Sägewerkstatt. Diese Stationen sind als Parcours angelegt und stehen im Verlauf des Tages allen offen. Nach einer Einführung in grundlegende Werkstoffübungen – dem Erwärmen, Formen und Bearbeiten der Materialien – entwickeln die Schülerinnen und Schüler eigene Gestaltungsideen. Erste Versuche werden begleitet, Techniken ausprobiert, Formen erprobt und angepasst.
Im weiteren Verlauf vertiefen die Teilnehmenden ihre Projekte im freien Arbeiten. Mit Unterstützung des „Zauberschmieds“ setzen sie ihre individuellen Ideen um. Dabei entstehen fantasievolle Objekte aus Eisen, Holz, Glas oder anderen Materialien – von symbolischen „Zauberstäben“ bis hin zu eigenständigen Skulpturen. Der kreative Prozess verlangt Konzentration, Ausdauer und Zielorientierung. Gleichzeitig eröffnet er Freiräume für Fantasie, Experimentierfreude und persönliche Ausdruckskraft. Herausforderungen und unerwartete Wendungen werden als Teil des Gestaltungsprozesses verstanden und konstruktiv aufgegriffen.
Zum Abschluss des Tages versammeln sich alle erneut im Kreis. In einer wertschätzenden Atmosphäre präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Werke und reflektieren ihre Erfahrungen. Erfolge werden sichtbar gemacht, individuelle Fortschritte anerkannt und der gemeinsame Prozess gewürdigt. In Einrichtungen mit begleitender Supervision kann dieser Moment zusätzlich vertieft werden.
Der WERKtag endet mit einem feierlichen Seminarabschluss. In einem gemeinsamen Abschiedsritual wird das Erlebte noch einmal zusammengeführt. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält eine „Zauberlehrling“-Urkunde – als sichtbares Zeichen für Mut, Einsatzbereitschaft und kreative Gestaltungskraft. So klingt der Tag nicht nur mit einem fertigen Werkstück aus, sondern mit gestärktem Selbstvertrauen und einem gewachsenen Gemeinschaftsgefühl.
WERKtag der Zauberschmiede Harbut – bereits an über 30 Schulen durchgeführt
Alle wichtigen Infos im Überblick
Zeitrahmen:
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1 Termin pro Woche im Schulhalbjahr
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8:00 Uhr bis 12:00/13:00 Uhr
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Circa 20 Teilnehmende
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Anwesenheit einer Lehrperson oder Schulsozialarbeit erforderlich
Pädagogischer Einstieg
Der Tag beginnt mit einem „magischen Eröffnungskreis“. Hier werden die Teilnehmenden auf die zentralen Werte eingestimmt:
3K/1A – Kraft, Konzentration, Kreativität und Ausdauer
Nach einer Sicherheitseinweisung mit Schutzausrüstung („Zaubermäntel“, Handschuhe, Schutzbrillen) startet der aktive Teil des Tages.
Werkstätten & Stationen
Je nach Gegebenheit (mit oder ohne Feuer) arbeiten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Werkbereichen:
Schmiedewerkstatt
Goldwerkstatt
Juwelenwerkstatt
Kreativwerkstatt
Sägewerkstatt
Im Mittelpunkt steht das eigenständige Gestalten. Aus Eisen, Holz, Glas, Stein oder Alltagsmaterialien entstehen individuelle Objekte – vom „Zauberstab“ bis zur Einzelskulptur, die sich zu einer gemeinsamen Sozialplastik verbinden lässt.
Lernen durch Erleben
Die Arbeit mit Metall und Werkzeugen fordert und fördert:
Zielorientierung und Planungsfähigkeit
Körperwahrnehmung und Koordination
Durchhaltevermögen
Umgang mit Herausforderungen und „Fehlern“
Verantwortung im Umgang mit Werkzeug und Feuer
Kooperation und Rücksichtnahme
Das Schmieden ist dabei mehr als Handwerk: Wenn das Eisen glüht, zählt Aufmerksamkeit, Entschlossenheit und Teamarbeit. Die Kinder erleben unmittelbar, dass ihr Einsatz Wirkung zeigt – selbst hartes Material lässt sich durch Kraft, Wille und Ausdauer formen.
„Fehler“ werden nicht als Scheitern verstanden, sondern als Teil eines kreativen Entwicklungsprozesses. So entstehen neue Ideen, Perspektivwechsel und echte Lernerfahrungen.
Vom ICH zum WIR
Der WERKtag verbindet individuelles Schaffen mit gemeinschaftlicher Erfahrung.
Durch das Teilen von Werkzeugen, das gegenseitige Unterstützen und die Präsentation der entstandenen Werke entsteht ein sozialer Erfahrungsraum, in dem Wertschätzung und Anerkennung unmittelbar spürbar werden.
Wenn Einzelwerke am Ende zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenwachsen, wird aus dem „Ich schaffe das“ ein „Wir haben das geschafft“.
Unser pädagogischer Ansatz
Die Zauberschmiede versteht sich nicht als Anleitung zu einem vorgegebenen Ergebnis. Sie schafft einen Erfahrungsraum, in dem Kinder und Jugendliche ihre eigenen Ideen verwirklichen und ihre individuellen Kompetenzen entdecken können.
Im Mittelpunkt stehen:
intrinsische Motivation
Selbstwirksamkeit
Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
spielerische Verbindung von Kunst, Handwerk und sozialem Lernen
Der kunstpädagogische WERKtag ist damit weit mehr als ein Projekttag – er ist ein nachhaltiger Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung, zur Stärkung von Klassengemeinschaften und zu einem lebendigen, erfahrungsorientierten Schulalltag.